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Urlaubsplanung mit Hund

 

Urlaub mit Hund ist toll. Ich verbringe gerne die schönste Zeit des Jahres zusammen mit meinen beiden besten Freunden. Nicht selten war ich schon mehr als froh, sie bei meinen Abenteuern an meiner Seite zu haben. Ohne meine Hunde wäre ich vermutlich nur halb so mutig.


Egal, ob wir unsere Ferien im Hotel oder auf dem Campingplatz verbringen, im Zelt, Camper, in einer Ferienwohnung oder in einem Mobile Home, das Ganze sollte im Vorfeld organisiert werden. Ganz spontan und ohne Planung verreise ich nie, wenn ich meine Vierbeiner dabei habe.

 

 

Die Anzahl der Hunde in den Haushalten steigt ständig und die Beherbergungsbetriebe stellen sich immer mehr darauf ein. Auch wenn es in der Regel kein Problem ist, eine Unterkunft zu finden, in der Hunde erlaubt sind, so gibt es doch immer wieder Anbieter, die das eben überhaupt nicht haben möchten. Deshalb empfehle ich, die Unterkunft vorab zu buchen. Vor allem, wenn man mit mehr als einem oder zwei Hunden unterwegs ist und wenn man eine weite Anreise hat. Denn nichts ist lästiger, als nach einer langen Fahrt erstmal noch stundenlang nach einer Bleibe suchen zu müssen. Reisende im Wohnmobil sind hier natürlich im Vorteil.

 

Wenn ich mich für ein Hotel, eine Ferienwohnung oder ein Mobile Home entscheide, so buche ich immer im Vorfeld und lasse mir auch schriftlich bestätigen, dass meine beiden tierischen Begleiter erwünscht sind. In den meisten Fällen muss ich für die beiden eine Gebühr bezahlen. Die Höhe ist ganz unterschiedlich. Im Hotel können das schonmal 10 EUR pro Hund und Nacht sein. In einem Mobile Home ist es aber auch schon vorgekommen, dass ich beide Hunde gebucht hatte und nachher die Gebühr für den zweiten Hund geschenkt bekommen habe. Also, wer sich ordentlich benimmt und mit seinen Fellnasen nicht unangenehm auffällt, der kann durchaus auch mal Glück haben.

 

 

Wenn ich mit dem Zelt unterwegs bin, suche ich mir die Campingplätze ebenfalls bereits im Vorfeld aus und kläre kurz schriftlich ab, ob wir zu dritt anreisen dürfen. Auch hier wird für die Hunde in der Regel eine Gebühr fällig.

 

So hatte ich bisher noch nie Probleme, eine Unterkunft zu finden.

 

 

Auch die Fahrt will natürlich organisiert sein. Da ich meistens alleine unterwegs bin, plane ich für große Strecken ab ca. 8 Stunden Fahrzeit aufwärts immer zwei Reisetage ein. Selbst für alles zuständig zu sein, ist nämlich nochmal eine andere Herausforderung, als wenn man sich die Aufgaben teilen kann. Man muss nach dem Wohl der Hunde, dem Fahrzeug, der Route, dem Gepäck und natürlich auch noch nach sich selbst schauen. Das kann unter Umständen schonmal ein wenig anstrengend werden. Denn irgendetwas kommt immer dazwischen. Entweder man fährt in einen Stau oder einer der Hunde übergibt sich oder die Thermoskanne mit dem Kaffee läuft aus. Vielleicht bemerkt man unterwegs, dass man etwas wichtiges Zuhause vergessen hat oder im blödesten Fall hat man eine Panne.   

 

 

Gerade im Sommer nutze ich gerne die kühleren Morgenstunden für die Fahrt und bin mittags, wenn es heiß wird, bereits am Etappenziel angekommen. Dadurch sind Hunde und Frauchen wesentlich entspannter und alles ist viel weniger anstrengend.

 

 

Nicht vergessen werde ich meine erste richtig lange Urlaubsfahrt alleine mit Hund. Ich hatte zwar einen Plan, aber der war nicht optimal. Und somit war ich dann mit meinem kleinen Frederik ungefähr 15 Stunden lang – davon einige Stunden in der Hitze – im Citroen C1 ohne Klimaanlage unterwegs. Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich…

 

 

Natürlich gehört zur Planung nicht nur die Suche nach einer Unterkunft. Bei einer Reise mit tierischem Begleiter gibt es auch noch ein paar weitere Dinge zu beachten. Vor allem Besitzer von Listenhunden sollten sich vorher ganz genau informieren, ob und unter welchen Auflagen sie mit ihrem Vierbeiner ins gewählte Urlaubsland einreisen dürfen. Generell sollte man sich vor der Reise über vorgeschriebene Impfungen informieren. Manche Länder möchten auch einen Nachweis haben, dass der Hund vor der Einreise entwurmt wurde.

 

Man sollte nie ohne den EU-Heimtierpass verreisen, in dem auch alle Impfungen eingetragen sein sollten. Das Thema mit der Leinenpflicht ist überall unterschiedlich geregelt. Möchte man seinen Hund frei laufen lassen, sollte man sich hierzu also im Vorfeld schlau machen. Ich mache es generell so, dass ich meine Hunde in der Stadt und dort, wo Menschen sind immer anleine. Im Urlaub bin ich natürlich wesentlich vorsichtiger als Zuhause. Denn ich stelle es mir schrecklich vor, wenn einer der beiden in einer fremden Umgebung verloren gehen würde. Sollte das aber doch vorkommen, so tragen beide auf Reisen immer einen Anhänger mit ihrem Namen, ihrer Heimatadresse und meiner Handy-Nummer am Geschirr. Und natürlich sind beide bei Tasso registriert. Falls du Tasso noch nicht kennst, dort kann man seine Tiere kostenlos registrieren. Falls ein Tier irgendwo verloren geht, bekommt man wertvolle Hilfe bei der Suche.  

 

 

Ein weiteres Thema ist die Sicherung unserer Vierbeiner während der Fahrt. In Deutschland gelten Tiere ja noch immer als Sache. Und Sachen, also Ladung, müssen während der Fahrt ordnungsgemäß gesichert werden. Hierzu gibt es natürlich mehrere Optionen. Gängige Methoden sind stabile Boxen, die im Kofferraum oder auf der Rücksitzbank verzurrt werden. Möglich ist auch das Anleinen mit speziellen Hunde-Sicherheitsgurten. Bitte achte aber darauf, dass dein Hund dann auch ein entsprechendes Sicherheitsgeschirr trägt. Bei Reisen ins Ausland solltest du dich im Vorfeld über die dortigen Vorschriften informieren.

 

Immer mit dabei habe ich dann noch Maulkörbe. Diese habe ich noch nie gebraucht, aber gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln sind sie oftmals vorgeschrieben. Und bei der Bestückung der Reiseapotheke solltest du natürlich auch an deinen Vierbeiner denken.

 

 

Was die Sache mit dem Futter angeht, gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Da Urlaub für meine beiden Fellnasen prinzipiell immer anstrengend und aufregend ist, möchte ich ihnen nicht auch noch eine Futterumstellung zumuten. Zumal Buddy einen empfindlichen Magen hat und auf Stress schnell mal mit Durchfall reagiert. Deshalb nehme ich das gewohnte Futter von zu Hause mit. Sicherlich gibt es manchmal auch die Möglichkeit, sich einen Teil des Futters per Post an die Urlaubsadresse schicken zu lassen. Für die Barfer unter uns gibt es Barf in Dosen oder auch Trockenbarf zu kaufen. Viele Tierhalter machen sich die Mühe und kaufen das Fleisch frisch am Urlaubsort ein. In diesem Fall muss man natürlich darauf achten, dass in der Unterkunft entsprechende Kühl- und Lagermöglichkeiten vorhanden sind.

 

 

Vielleicht kommt es dir nun so vor, als wäre eine Reise mit Hund ein fast unmögliches Unterfangen, weil es so viele Dinge gibt, an die man denken muss. Die meisten der hier aufgeführten Punkte beachtest du im Alltag vermutlich aber sowieso schon. Die Regeln gelten in Deutschland ebenso wie im Ausland. Dann gilt es vor dem Urlaub eigentlich nur noch, ein paar wenige Punkte vorab zu prüfen und die nötigen Unterlagen (z.B. EU-Heimtierpass) mit dabei zu haben, und eurer Fahrt in die Ferien steht nichts mehr im Wege.

 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub, tolle gemeinsame Abenteuer und natürlich eine gute Erholung.

 

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